Wissenswertes rund um die Arthrose-Goldimplantation, die persönliche Beratung und den ambulanten Behandlungsablauf in Stuttgart.
Eine Goldimplantation kann bei ausgewählten Patientinnen und Patienten mit länger bestehenden, arthrosebedingten Gelenkbeschwerden als mögliche Behandlungsoption geprüft werden. Dies kann beispielsweise Beschwerden an Knie, Hüfte, Schulter, Hand, Fuß, Sprunggelenk oder an den kleinen Wirbelgelenken betreffen.
Für die Beurteilung sind unter anderem die Ursache und Dauer der Beschwerden, der Zustand des betroffenen Gelenks, bisherige Behandlungen, Begleiterkrankungen und der allgemeine Gesundheitszustand wichtig. Nicht alle Gelenk- oder Rückenschmerzen werden durch Arthrose verursacht.
Ob das Verfahren in Ihrem persönlichen Fall infrage kommt, bespreche ich mit Ihnen ergebnisoffen nach sorgfältiger Untersuchung und Sichtung Ihrer Befunde. Dabei werden auch andere konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten berücksichtigt.
Die persönliche Beratung, die orthopädische Untersuchung, die Beurteilung Ihrer vorhandenen Befunde und die Behandlungsplanung finden in meiner Privatpraxis in der Landhausstraße 44 in Stuttgart statt.
Kommt die Goldimplantation nach sorgfältiger ärztlicher Beurteilung für Sie infrage, wird der ambulante Eingriff in der Anästhesie-Praxisklinik, Olgastraße 57A, 70182 Stuttgart, durchgeführt. Das OP-Zentrum ist auf ambulante Eingriffe und die anästhesiologische Versorgung ausgerichtet.
Weitere Informationen zur Anästhesie-Praxisklinik Stuttgart
Den genauen Ablauf, die vorgesehene Form der Betäubung, notwendige Vorbereitungen und die Nachsorge bespreche ich vor dem Eingriff persönlich mit Ihnen.
Vor jeder Behandlung werden Ihre Beschwerden, Vorerkrankungen, bisherigen Therapien und vorhandenen Befunde sorgfältig besprochen. Kommt das Verfahren grundsätzlich infrage, erläutere ich Ihnen den geplanten Ablauf, mögliche Alternativen, individuelle Risiken, die Grenzen der Methode und die voraussichtlichen Kosten.
Beim ambulanten Eingriff werden kleine Partikel aus Feingold entsprechend der persönlichen Behandlungsplanung in das Gewebe nahe den ausgewählten Strukturen eingebracht. Die zu behandelnde Region wird betäubt. Welche Form der Betäubung im Einzelfall vorgesehen ist, wird vorab festgelegt und erläutert.
Nach dem Eingriff erfolgen eine Überwachung und eine ärztliche Kontrolle. Sofern medizinisch nichts dagegenspricht, können Sie das OP-Zentrum anschließend wieder verlassen. Für die erste Zeit danach erhalten Sie individuelle Hinweise zur Nachsorge und zum weiteren Verhalten.
Eine wesentliche Grundlage meiner Arbeit mit der Goldimplantation ist meine einjährige intensive Zusammenarbeit und Ausbildung bei Dr. Hans Kryger Kjerkegaard in der Albaklinik in Aarhus, Dänemark. Dr. Kjerkegaard hat das Verfahren in der Humanmedizin angewendet und wissenschaftlich untersucht.
Während dieser Zeit lernte ich die praktische Durchführung des Verfahrens kennen, wirkte an Behandlungen mit und vertiefte mein Verständnis für die sorgfältige Auswahl geeigneter Patientinnen und Patienten, die individuelle Behandlungsplanung sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Methode.
Diese Erfahrungen fließen bis heute in meine ärztliche Beurteilung und die persönliche Planung jeder Behandlung ein. Auch langjährige Erfahrung ermöglicht jedoch keine Vorhersage oder Garantie eines bestimmten Behandlungserfolgs.
Zur Goldimplantation liegen einzelne klinische Untersuchungen und wissenschaftliche Veröffentlichungen vor. Die Ergebnisse sind interessant, müssen wegen der kleinen Patientengruppen und der begrenzten Zahl kontrollierter Studien jedoch zurückhaltend eingeordnet werden.
Eine randomisierte, doppelt verblindete und placebokontrollierte Studie von Dr. Hans Kryger Kjerkegaard und weiteren Autoren untersuchte die Goldimplantation bei 46 Menschen mit Arthrose der Halswirbelsäule. Nach einem Jahr berichtete die behandelte Gruppe häufiger über eine deutliche Verbesserung der Beschwerden als die Placebogruppe.
Eine randomisierte Pilotstudie mit 43 Menschen mit Kniearthrose zeigte Verbesserungen in beiden untersuchten Gruppen. Im Gesamtergebnis bestand jedoch kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen der Goldimplantations- und der Kontrollgruppe.
Die Ergebnisse beziehen sich auf bestimmte Patientengruppen und Gelenkregionen. Sie lassen sich nicht ohne Weiteres auf jede Form der Arthrose oder auf den einzelnen Menschen übertragen. Ob, wann und in welchem Umfang sich Beschwerden verändern, kann nicht sicher vorhergesagt oder zugesichert werden.
Die Goldimplantation ist wissenschaftlich und schulmedizinisch bislang nicht allgemein anerkannt. Die vorhandenen Studien und klinischen Erfahrungen reichen nicht aus, um einen individuellen Behandlungserfolg sicher vorherzusagen.
Im persönlichen Beratungsgespräch informiere ich Sie deshalb ergebnisoffen über die Methode, die bisherige Datenlage, mögliche Alternativen und die Grenzen des Verfahrens. Eine bestimmte Wirkung oder Beschwerdefreiheit kann nicht garantiert werden.
Auch bei einem minimalinvasiven Eingriff können Risiken und Nebenwirkungen nicht vollständig ausgeschlossen werden. Möglich sind beispielsweise vorübergehende Schmerzen, Blutergüsse, Schwellungen, Blutungen, Reizungen oder Infektionen im Bereich der Einstichstellen.
Persönliche Vorerkrankungen, Medikamente, Störungen der Blutgerinnung, Infektionen, Allergien oder andere medizinische Faktoren können für die Planung relevant sein. Über Ihre individuellen Risiken, mögliche Gegenanzeigen und geeignete Alternativen werden Sie vor der Behandlung persönlich aufgeklärt.
Bitte bringen Sie, soweit vorhanden, folgende Unterlagen mit:
Auch ältere Unterlagen können hilfreich sein, um die Entwicklung Ihrer Beschwerden besser einzuordnen.
Die konkreten Hinweise richten sich nach der geplanten Behandlung, der vorgesehenen Betäubung und Ihrer persönlichen gesundheitlichen Situation. Sie erhalten deshalb vor dem Termin eine individuelle Information darüber, ob Sie beispielsweise nüchtern erscheinen, Medikamente anders einnehmen oder eine Begleitperson organisieren müssen.
Ob Sie nach dem Eingriff selbst Auto fahren dürfen und wie Sie das behandelte Gebiet zunächst belasten können, wird ebenfalls individuell festgelegt. Bitte halten Sie sich an die persönlich erteilten Hinweise des ärztlichen Teams.
Die Nachsorge wird individuell geplant. Nach dem Eingriff erhalten Sie Hinweise für die erste Zeit und Informationen dazu, wann eine ärztliche Kontrolle sinnvoll ist.
Die Goldpartikel sind grundsätzlich für einen dauerhaften Verbleib vorgesehen und werden nicht regelmäßig nachjustiert. Bei neuen, zunehmenden oder ungewöhnlichen Beschwerden sollten Sie sich jedoch zeitnah ärztlich melden.
Ob sich der Bedarf an Schmerzmedikamenten im weiteren Verlauf verändert, lässt sich im Voraus nicht zuverlässig vorhersagen. Medikamente sollten nicht eigenständig abgesetzt oder in ihrer Dosierung verändert werden.
Eine Anpassung sollte ausschließlich in Absprache mit der Ärztin oder dem Arzt erfolgen, die beziehungsweise der die jeweilige Medikation verordnet und Ihren gesundheitlichen Gesamtzustand kennt.
Beratung und Behandlung erfolgen privatärztlich. Nach der ärztlichen Untersuchung und der individuellen Behandlungsplanung werden Sie vor einer geplanten Behandlung transparent über die voraussichtlichen Kosten informiert.
Die Goldimplantation gehört nicht zum regulären Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen und richtet sich daher insbesondere an Selbstzahler. Ob und in welcher Höhe eine private Krankenversicherung oder Beihilfestelle Kosten übernimmt, hängt von den jeweiligen Vertrags- und Tarifbedingungen sowie der individuellen Prüfung ab.
Eine Erstattung kann von meiner Praxis nicht zugesichert werden. Eine vorherige schriftliche Abklärung mit dem jeweiligen Kostenträger ist deshalb empfehlenswert.
Gerne bespreche ich Ihre Beschwerden, vorhandene Befunde und die infrage kommenden Behandlungsoptionen persönlich und ergebnisoffen mit Ihnen.