Die folgenden Antworten geben Ihnen eine erste Orientierung. Ob die Goldimplantation in Ihrer persönlichen Situation medizinisch infrage kommt, lässt sich erst nach einem ärztlichen Gespräch, einer Untersuchung und der Beurteilung Ihrer vorhandenen Befunde entscheiden.
Für wen kann eine Goldimplantation infrage kommen?
Eine Goldimplantation kann bei ausgewählten Patientinnen und Patienten mit länger bestehenden, arthrosebedingten Gelenkbeschwerden als mögliche Behandlungsoption geprüft werden. Dies kann beispielsweise Beschwerden an Knie, Hüfte, Schulter, Hand, Fuß, Sprunggelenk oder an den kleinen Wirbelgelenken betreffen.
Für die Beurteilung sind unter anderem die Ursache und Dauer der Beschwerden, der Zustand des betroffenen Gelenks, bisherige Behandlungen, Begleiterkrankungen und der allgemeine Gesundheitszustand wichtig. Nicht alle Gelenk- oder Rückenschmerzen werden durch Arthrose verursacht.
Ob das Verfahren in Ihrem persönlichen Fall eine geeignete Option darstellt, bespreche ich mit Ihnen ergebnisoffen nach sorgfältiger Untersuchung und Sichtung Ihrer Befunde. Dabei werden auch andere konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten berücksichtigt.
Wo finden Beratung und ambulanter Eingriff statt?
Die persönliche Beratung, die orthopädische Untersuchung, die Beurteilung Ihrer vorhandenen Befunde und die Behandlungsplanung finden in meiner Privatpraxis statt:
Privatpraxis Dr. med. Karl-Dieter Hölz
Landhausstraße 44, Stuttgart
Kommt die Goldimplantation nach ärztlicher Beurteilung für Sie infrage, wird der Eingriff ambulant in einem dafür ausgestatteten OP-Zentrum in Stuttgart durchgeführt:
Anästhesie-Praxisklinik Stuttgart
Olgastraße 57A, 70182 Stuttgart
Die genaue Organisation, die vorgesehene Form der Betäubung sowie alle notwendigen Vorbereitungen werden vor dem Eingriff persönlich mit Ihnen besprochen.
Wie läuft die ambulante Goldimplantation ab?
Vor jeder Behandlung werden Ihre Beschwerden, Vorerkrankungen, bisherige Therapien und vorhandene Befunde sorgfältig besprochen. Kommt das Verfahren grundsätzlich infrage, erläutere ich Ihnen den geplanten Ablauf, mögliche Alternativen, individuelle Risiken, die Grenzen der Methode und die voraussichtlichen Kosten.
Beim ambulanten Eingriff werden kleine Partikel aus Feingold entsprechend der persönlichen Behandlungsplanung in das Gewebe nahe den ausgewählten Strukturen eingebracht. Die zu behandelnde Region wird betäubt. Welche Form der Betäubung im Einzelfall vorgesehen ist, wird vorab festgelegt und erläutert.
Nach dem Eingriff erfolgt eine Überwachung und Kontrolle. Sofern medizinisch nichts dagegenspricht, können Sie das OP-Zentrum anschließend wieder verlassen. Für die erste Zeit danach erhalten Sie individuelle Hinweise zur Nachsorge und zum weiteren Verhalten.
Welche Erfahrung bringt Dr. Hölz mit der Goldimplantation mit?
Eine wesentliche Grundlage meiner Arbeit mit der Goldimplantation ist meine einjährige intensive Zusammenarbeit und Ausbildung bei Dr. Hans Kryger Kjerkegaard in der Albaklinik in Aarhus, Dänemark. Dr. Kjerkegaard hat das Verfahren in der Humanmedizin angewendet und wissenschaftlich untersucht.
Während dieser Zeit lernte ich die praktische Durchführung des Verfahrens kennen, wirkte an Behandlungen mit und vertiefte mein Verständnis für die sorgfältige Auswahl geeigneter Patientinnen und Patienten, die individuelle Behandlungsplanung und die medizinischen Überlegungen hinter der Methode.
Diese Erfahrung fließt bis heute in meine ärztliche Beurteilung und die persönliche Planung jeder Behandlung ein. Ein besonderer Wert liegt für mich darin, die möglichen Chancen, Grenzen und Alternativen realistisch mit Ihnen zu besprechen. Auch langjährige Erfahrung ermöglicht jedoch keine Vorhersage oder Garantie eines bestimmten Behandlungserfolgs.
Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es zur Goldimplantation?
Zur Goldimplantation liegen einzelne klinische Untersuchungen und wissenschaftliche Veröffentlichungen vor. Die Ergebnisse sind interessant, müssen aufgrund der kleinen Patientengruppen und der begrenzten Zahl kontrollierter Studien jedoch zurückhaltend eingeordnet werden.
Eine randomisierte, doppelt verblindete und placebokontrollierte Untersuchung von Dr. Hans Kryger Kjerkegaard und weiteren Autoren umfasste 46 Patientinnen und Patienten mit radiologisch bestätigter Arthrose der Halswirbelsäule. Nach einem Jahr zeigte die behandelte Gruppe deutlichere Verbesserungen der Beschwerden als die Placebogruppe. Die Autoren bewerteten das Verfahren für diese untersuchte Patientengruppe als vielversprechend.
Eine randomisierte Pilotstudie mit 43 Patientinnen und Patienten mit Kniearthrose zeigte Verbesserungen in beiden untersuchten Gruppen. Im Gesamtergebnis bestand jedoch kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen der Goldimplantations- und der Kontrollgruppe.
Diese Ergebnisse beziehen sich auf bestimmte Patientengruppen und Gelenkregionen. Sie lassen sich nicht ohne Weiteres auf jede Form der Arthrose oder auf den einzelnen Menschen übertragen. Die bisherige Datenlage erlaubt daher keine sichere Vorhersage, ob, wann oder in welchem Umfang sich Beschwerden verändern.
Placebokontrollierte Studie zur Arthrose der Halswirbelsäule
Randomisierte Pilotstudie zur Kniearthrose
Ist ein bestimmter Behandlungserfolg zu erwarten?
Ziel der Behandlung ist es, bei sorgfältig ausgewählten Patientinnen und Patienten eine Veränderung der arthrosebedingten Beschwerden zu erreichen. Wie der einzelne Organismus reagiert, ist jedoch individuell unterschiedlich.
Weder eine bestimmte Schmerzlinderung noch eine Verbesserung der Beweglichkeit, das Absetzen von Medikamenten oder die Vermeidung einer späteren Operation können vorhergesagt oder zugesichert werden. Im Beratungsgespräch erläutere ich Ihnen die möglichen Chancen ebenso wie die Grenzen und Behandlungsalternativen.
Gibt es Risiken, Nebenwirkungen oder Gegenanzeigen?
Auch bei einem minimalinvasiven Eingriff können Risiken und Nebenwirkungen nicht vollständig ausgeschlossen werden. Möglich sind beispielsweise vorübergehende Schmerzen, Blutergüsse, Schwellungen, Blutungen, Reizungen oder Infektionen im Bereich der Einstichstellen.
Darüber hinaus können persönliche Vorerkrankungen, Medikamente, Blutgerinnungsstörungen, Infektionen, Allergien oder andere medizinische Faktoren für die Planung relevant sein. Über Ihre individuellen Risiken, mögliche Gegenanzeigen und geeignete Alternativen werden Sie vor der Behandlung persönlich aufgeklärt.
Welche Unterlagen sollte ich zum Beratungstermin mitbringen?
Für eine möglichst fundierte Beurteilung bringen Sie bitte – soweit vorhanden – folgende Unterlagen mit:
- aktuelle und frühere Arzt- oder Operationsberichte,
- Röntgen-, MRT- oder CT-Befunde und möglichst auch die Bildaufnahmen,
- eine aktuelle Liste Ihrer Medikamente,
- Informationen zu bisherigen Behandlungen und deren Verlauf,
- Hinweise auf Allergien, Unverträglichkeiten und wichtige Vorerkrankungen.
Auch ältere Unterlagen können hilfreich sein, um die Entwicklung Ihrer Beschwerden besser einzuordnen.
Was muss ich am Behandlungstag und danach beachten?
Die konkreten Hinweise richten sich nach der geplanten Behandlung, der vorgesehenen Betäubung und Ihrer persönlichen gesundheitlichen Situation. Sie erhalten deshalb vor dem Termin eine individuelle Information darüber, ob Sie beispielsweise nüchtern erscheinen, Medikamente anders einnehmen oder eine Begleitperson organisieren müssen.
Ob Sie nach dem Eingriff selbst Auto fahren dürfen und wie Sie das behandelte Gebiet zunächst belasten können, wird ebenfalls vorab beziehungsweise nach dem Eingriff festgelegt. Bitte halten Sie sich an die persönlich erteilten Hinweise des ärztlichen Teams.
Sind nach der Implantation Kontrolltermine erforderlich?
Die Nachsorge wird individuell geplant. Nach dem Eingriff erhalten Sie Hinweise für die erste Zeit und Informationen dazu, wann eine ärztliche Kontrolle sinnvoll ist.
Die Goldpartikel sind grundsätzlich für einen dauerhaften Verbleib vorgesehen und werden nicht regelmäßig nachjustiert. Bei neuen, zunehmenden oder ungewöhnlichen Beschwerden sollten Sie sich jedoch zeitnah ärztlich melden.
Kann ich Schmerzmedikamente nach dem Eingriff reduzieren?
Ob sich der Bedarf an Schmerzmedikamenten im weiteren Verlauf verändert, lässt sich im Voraus nicht zuverlässig vorhersagen. Medikamente sollten nicht eigenständig abgesetzt oder in ihrer Dosierung verändert werden.
Eine Anpassung sollte ausschließlich in Absprache mit der Ärztin oder dem Arzt erfolgen, die beziehungsweise der die jeweilige Medikation verordnet und Ihren gesundheitlichen Gesamtzustand kennt.
Wie hoch sind die Kosten und wer übernimmt sie?
Beratung und Behandlung erfolgen privatärztlich. Nach der ärztlichen Untersuchung und der individuellen Behandlungsplanung werden Sie vor einer geplanten Behandlung transparent über die voraussichtlichen Kosten informiert.
Die Goldimplantation gehört nicht zum regulären Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen und richtet sich daher insbesondere an Selbstzahler. Ob und in welcher Höhe eine private Krankenversicherung oder Beihilfestelle Kosten übernimmt, hängt von den jeweiligen Vertrags- und Tarifbedingungen sowie der individuellen Prüfung ab.
Eine Erstattung kann von meiner Praxis nicht zugesichert werden. Eine vorherige schriftliche Abklärung mit dem jeweiligen Kostenträger ist deshalb empfehlenswert.
Haben Sie weitere Fragen zu Ihrer Situation?
Gerne bespreche ich Ihre Beschwerden, vorhandene Befunde und die infrage kommenden Behandlungsoptionen persönlich und ergebnisoffen mit Ihnen.