Knieschmerzen können den Alltag stärker beeinflussen, als es für andere Menschen sichtbar ist. Wenn Treppensteigen, Aufstehen oder längere Wege zunehmend schwerfallen, entsteht verständlicherweise der Wunsch nach weiteren Behandlungsmöglichkeiten.
Mit der Goldimplantation steht ein ambulantes Verfahren zur Verfügung, das bei ausgewählten chronischen Gelenkbeschwerden als weitere Behandlungsoption geprüft werden kann. Auf dieser Seite möchte ich Ihnen verständlich und transparent zeigen, wie die Methode durchgeführt wird, welche Möglichkeiten sie bieten kann und wo ihre Grenzen liegen.
Ob eine Goldimplantation für Sie persönlich infrage kommt oder ob eine andere konservative beziehungsweise operative Behandlung geeigneter ist, lässt sich erst nach einem ärztlichen Gespräch, einer Untersuchung und der Beurteilung Ihrer Befunde entscheiden.
Mein Anliegen ist eine ehrliche und individuelle Beratung, bei der nicht allein ein Röntgenbild, sondern Ihre Beschwerden, Ihre Beweglichkeit und Ihre persönliche Lebenssituation im Mittelpunkt stehen.
Ihr Dr. med. Karl-Dieter Hölz
Vom Stuhl aufstehen, einige Treppenstufen bewältigen oder einen längeren Spaziergang machen: Knieschmerzen können Bewegungen erschweren, die früher ganz selbstverständlich waren.
Manche Betroffene beginnen deshalb, bestimmte Wege oder Aktivitäten zu vermeiden. Andere erleben nach Ruhepausen zunächst ein steifes Knie oder spüren die Beschwerden besonders bei Belastung.
Wichtig ist zunächst eine sorgfältige Einordnung der Ursache. Denn nicht jeder Knieschmerz entsteht durch Arthrose und nicht jede Kniearthrose erfordert dieselbe Behandlung.
Eine Kniearthrose wird medizinisch auch Gonarthrose genannt. Die Beschwerden entwickeln sich häufig schleichend und können von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein.
Beschwerden können beim längeren Gehen, Treppensteigen, Aufstehen oder bei anderen Belastungen auftreten.
Nach längerem Sitzen oder Liegen können sich die ersten Schritte steif oder schmerzhaft anfühlen.
Das Knie lässt sich möglicherweise nicht mehr so gut beugen oder strecken und kann sich zeitweise weniger belastbar anfühlen.
Das Kniegelenk verbindet Ober- und Unterschenkel miteinander. Auch die Kniescheibe ist Teil des Gelenks. Die beteiligten Knochenflächen sind von einer Knorpelschicht überzogen, die eine möglichst reibungsarme Bewegung unterstützt.
Bei einer Kniearthrose kann sich dieser Gelenkknorpel im Laufe der Zeit verändern und dünner werden. Auch Knochen, Gelenkkapsel, Muskulatur, Bänder und weitere Strukturen können an den Beschwerden beteiligt sein.
Veränderungen auf einem Röntgenbild und die tatsächlich empfundenen Beschwerden stimmen nicht immer genau überein. Für die Behandlung sind daher sowohl die medizinischen Befunde als auch Ihre Schmerzen, Ihre Beweglichkeit und die Einschränkungen im Alltag wichtig.
Die Goldimplantation kann geschädigten Knorpel nicht wiederherstellen und eine Kniearthrose nicht heilen. Sie kann jedoch bei ausgewählten chronischen Beschwerden als zusätzliche Behandlungsoption ärztlich geprüft werden.
Wenn Kniebeschwerden bereits länger bestehen, wünschen sich viele Betroffene eine verständliche Einschätzung, welche Möglichkeiten ihnen neben den bisherigen Behandlungen noch zur Verfügung stehen.
Bei der Goldimplantation werden kleine Partikel aus Feingold in das Gewebe nahe dem betroffenen Kniegelenk eingebracht. Die Behandlung erfolgt ambulant und unter örtlicher Betäubung.
Gerade wenn bisherige Maßnahmen nicht die erhoffte Entlastung gebracht haben, kann es sinnvoll sein, die Goldimplantation als weitere Möglichkeit persönlich und ergebnisoffen prüfen zu lassen.
Ob das Verfahren im persönlichen Fall infrage kommt, hängt unter anderem von der Ursache der Beschwerden, dem Zustand des Knies, vorhandenen Befunden, Vorerkrankungen und bereits erfolgten Behandlungen ab.
Die Goldimplantation ist nicht automatisch ein Ersatz für Bewegungstherapie, Physiotherapie, Medikamente oder eine medizinisch notwendige Operation. Alle im Einzelfall wichtigen Möglichkeiten werden im persönlichen Gespräch transparent besprochen.
Ein persönliches ärztliches Gespräch kann insbesondere sinnvoll sein, wenn:
Von der ersten persönlichen Einschätzung bis zu den Hinweisen für die Zeit nach der Behandlung.
Zunächst besprechen wir Ihre Beschwerden, die Einschränkungen im Alltag, Vorerkrankungen und bisherigen Behandlungen. Vorhandene Arztberichte, Röntgenbilder oder andere Befunde können Sie gerne mitbringen.
Das betroffene Knie wird ärztlich untersucht. Anschließend wird verständlich besprochen, ob die Goldimplantation grundsätzlich infrage kommt und welche anderen Behandlungsmöglichkeiten zu berücksichtigen sind.
Entscheiden Sie sich nach der ärztlichen Aufklärung für die Behandlung, wird diese ambulant in der Privatpraxis durchgeführt. Nach örtlicher Betäubung werden die Goldpartikel entsprechend der persönlichen Planung eingebracht.
Nach der Behandlung erhalten Sie persönliche Hinweise für die folgenden Tage. Bei einem unauffälligen Verlauf ist häufig keine umfangreiche routinemäßige Nachuntersuchung erforderlich. Ob eine Kontrolle sinnvoll ist, wird individuell festgelegt.
Zur Goldimplantation liegen klinische Erfahrungen und einzelne wissenschaftliche Untersuchungen am Menschen vor. Die bisherige Datenlage ist jedoch noch begrenzt.
In einer randomisierten und verblindeten Pilotstudie von Nejrup und Mitarbeitern wurden 43 Erwachsene mit länger bestehender Kniearthrose untersucht. Verglichen wurde eine Goldimplantation mit einer Kontrollbehandlung.
Im Verlauf verbesserten sich Beschwerden in beiden Gruppen. Insgesamt zeigte sich jedoch kein statistisch eindeutiger Unterschied zwischen der Goldimplantations- und der Kontrollgruppe.
In einer vorab vorgesehenen Auswertung bestimmter Teilnehmer ergaben sich Hinweise auf stärkere Verbesserungen. Die Autoren bewerteten die Methode deshalb als weiter untersuchenswert und empfahlen größere Folgestudien.
Die häufig zitierte Zwei-Drittel-Angabe stammt nicht aus der Knie-Pilotstudie. Sie geht auf eine kleinere Untersuchung von Kjerkegaard und Mitarbeitern bei Menschen mit Arthrose der Halswirbelsäule zurück.
Dort hatten 16 von 24 Teilnehmern der Goldgruppe nach einem Jahr ihren Schmerzmittelverbrauch um mindestens 30 Prozent reduziert. In der Placebogruppe traf dies auf 2 von 22 Teilnehmern zu.
Dieses Ergebnis bezieht sich auf eine ausgewählte Gruppe mit Halswirbelsäulenarthrose. Es darf daher nicht als Zwei-Drittel-Erfolgsquote für Menschen mit Kniearthrose verstanden werden.
Die Beratung und Behandlung erfolgen in der Privatpraxis von Dr. med. Karl-Dieter Hölz. Die Goldimplantation wird als privatärztliche Selbstzahlerleistung angeboten.
Gesetzlich Versicherte sollten eine mögliche Kostenübernahme vor der Behandlung direkt mit ihrer Krankenkasse klären. Liegt keine ausdrückliche Zusage der Krankenkasse vor, sind die Kosten selbst zu tragen.
Privatversicherte und Beihilfeberechtigte werden gebeten, vor der Behandlung bei ihrer privaten Krankenversicherung oder Beihilfestelle nachzufragen, ob und in welcher Höhe eine Erstattung möglich ist.
Die Erstattung richtet sich nach Ihren persönlichen Vertrags- und Tarifbedingungen und kann von der Praxis nicht zugesichert werden. Über die voraussichtlichen Kosten werden Sie vor einer geplanten Behandlung informiert.
Nein. Eine Goldimplantation kann vorhandene Knorpelschäden nicht rückgängig machen und eine Kniearthrose nicht heilen. Sie wird bei ausgewählten chronischen Beschwerden als mögliche zusätzliche Behandlungsoption geprüft.
Das lässt sich nicht allgemein beantworten. Ob eine Operation medizinisch notwendig oder sinnvoll ist, hängt vom persönlichen Befund, den Beschwerden und den bisherigen Behandlungen ab. Die Goldimplantation kann als weitere Möglichkeit besprochen werden, darf eine medizinisch notwendige Operation jedoch nicht unangemessen verzögern.
Nein. Im Erstgespräch werden Ihre Beschwerden, Befunde und die möglichen Behandlungswege verständlich besprochen. Anschließend können Sie in Ruhe entscheiden, wie Sie weiter vorgehen möchten.
Ja. Die Goldimplantation wird ambulant in der Privatpraxis und unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Die genaue Planung erfolgt individuell.
Bei einem unauffälligen Verlauf ist häufig keine umfangreiche routinemäßige Nachuntersuchung erforderlich. Ob und wann eine Kontrolle sinnvoll ist, wird individuell festgelegt. Bei neuen oder zunehmenden Beschwerden sollte die Praxis kontaktiert werden.
Die Goldimplantation wird als privatärztliche Selbstzahlerleistung angeboten. Gesetzlich und privat Versicherte sollten eine mögliche Erstattung vorab direkt mit ihrem jeweiligen Kostenträger klären. Eine Kostenübernahme kann von der Praxis nicht zugesichert werden.
In einem persönlichen Gespräch können Ihre Beschwerden, vorhandene Befunde und mögliche nächste Schritte verständlich, transparent und ergebnisoffen besprochen werden.